Drei Kreative | die Licht in unsere Welt bringen #1

In der neuen Reihe Drei Kreative stelle ich dir drei Künstler, Projekte oder Unternehmen vor, die mit einem Thema auf unterschiedliche Weise erfinderisch umgehen. Licht ist das, was diese Drei vereint: Sie bringen Licht in unsere Welt.

Das Licht passt wunderbar zum Artikel What light’s you up? – hast du ihn schon gelesen? Darin zeige ich dir Möglichkeiten, wie du findest, was dich innerlich erleuchtet und damit Energie gibt. Jetzt stelle ich dir drei Kreative vor – einen Lichtkünstler, einen politischen Lichtaktivisten und ein wunderbares Energiespar-Projekt.

1. Bruce Munro – der Lichtkünstler

Er rückt Unbeachtetes in ein neues Licht.

Der Brite Bruce Munro wirkt mit seiner Kunst an Orten überall auf der Welt. Mit seinem Field of Light hat Munro im Northern Territory (Australien) eine große und trockene Ebene des Red Desert erleuchten lassen – in der Nähe des Ayers Rock. 50.000 LED Leuchten bringen dort Licht, wo man es am wenigsten vermutet. Kakteen wachsen in einem bunten Lichtermeer. Munros Inspiration: Nach eigenen Angaben hat er bei einem früheren Besuch des Red Desert im Jahr 1992 eine Energie von diesem Ort ausgehend gespürt. Er wusste damals schon, er muss irgendwann einmal zurückkehren und diesen Ort erleuchten. 2016 hat er die Lichtinstallation Field of Light schließlich umgesetzt, zusammen und in Einverständnis mit dem Aborigines.
Eine weitere ungewöhnliche Lichtinstallation hat er mit seinem CD Sea umgesetzt: Das ist ein schillerndes Meer aus CD’s, durch das der Betrachter auf einem Pfad schreitet. Hier wird etwas Gebrauchtes, mittlerweile Überkommenes genommen, und einem neuen Zweck zugeführt. Er erschafft etwas noch nie Dagewesenes. Wunderbar!

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2. Oliver Bienkowski – der Lichtaktivist

Er richtet Licht auf das, was ihm am Herzen liegt.

Ein Anti-NSA Slogan erstrahlt an den Mauern der Berliner US-Botschaft – für fünf Minuten. Dann geht der Projektor aus, die Polizei bricht die Aktion ab. Das war 2014. Schon 2013 zum Bekanntwerden der NSA-Affäre ließ der Lichtkünstler Oliver Bienkowski die US-Botschaft zur Leinwand eines Statements werden. Um auf die Menschenwürde zu erinnern, projizierte der Düsseldorfer Lichtkünstler 2015 „Außer Betrieb“ an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Berlin. Derselbe Slogan tauchte auch auf den Mauern der Europäischen Zentralbank in Frankfurt a. M. auf.

Auf seiner Facebook Seite veröffentlicht er den Spruch, der wunderbar die Motivation, das Warum seiner kreativen Projekte auf den Punkt bringt: Never doubt that a small group can change the world; indeed, it’s the only thing that ever has (Original Zitat von Margarete Mead). Bienkowski ist Gründer der gemeinnützigen Organisation Pixel Helper, die für Menschen- und Tierrechte kämpft und mit ungewöhnlichen Mitteln auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam machen möchte – eben unter anderem mit der Lichtkunst.  Spenden möglich! // Facebook // Website

3. WWF – die Klimaschützer

Sie fügen etwas hinzu durch Wegnehmen. Ausknipsen.

Strom sparen und sich dabei verbunden fühlen – das ist die Motivation der Earth Hour. Jährlich ruft der WWF weltweit dazu auf, für eine Stunde alle Lichter auszuschalten. Ihre Botschaft: Klimaschutz geht gemeinsam! Zum 11. Mal findet der Tag dieses Jahr statt, und über 7.000 Städte nehmen daran teil. Achtung, es ist sehr bald soweit: Am 25. März von 20:30 bis 21:30 Uhr kannst du alle Lichter ausknipsen! // Website

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