Scheitern macht erfolgreich: Vier Tipps, wie du am besten scheiterst – und daraus lernst!

Scheitern macht erfolgreich - lerne aus deinen Fehlern

Wenn wir ans Scheitern denken, zieht sich alles in uns zusammen: Von Natur aus haben wir Angst vor dem Scheitern – wie hätten unsere Vorfahren sonst überlebt? Wer vor einer schwierigen Entscheidung steht, sich mit einem kreativen Projekt oder dem eigenen Business beschäftigt, weiß: Scheitern gehört dazu – Scheitern macht erfolgreich! Wie du richtig scheiterst und aus deinen Fehlern lernst, erfährst du jetzt.

Herzlichen Glückwunsch, du bist gescheitert. Wie fühlt sich das an? Versuchs erneut! Fehler sind dazu da, dass wir daraus lernen. Wir beginnen jedes neue Projekt mit einer gewissen Naivität, weil wir es zuvor noch nicht in der Art getan haben. Wir haben keine Erfahrung im Machen. In dem du also ausprobierst und scheiterst, sammelst du Erfahrung darin, was du nicht tun solltest. Du probierst also so lange, bis es funktioniert. Wie ein Baby, das nach zehn Mal hinfallen endlich die ersten Schritte geht.

Wie du durch Scheitern erfolgreich wirst? Durch den Mut, immer wieder aufzustehen.

Picasso hat hunderte Versuche gestartet, bis er wieder ein Werk vollendet hat, Edison hat hunderte kaputte Glühbirnen gebraucht, bis die eine endlich funktioniert hat – und die Welt für immer verändert – erleuchtet hat.
Wenn du folgende Gebote ernst nimmst, wirst du mit dem Scheitern nur erfolgreicher:4 Tipps wie du aus deinen Fehlern lernst und erfolgreich wirst

1. Fail early and often

Das ist ein Gebot im Design Thinking, und gilt für jedes Business, jedes Projekt und jedes Vorhaben. Das ist meine Überzeugung: Je öfter du im kreativen Prozess scheiterst, desto besser wirst du! Lerne aus deinen Fehlern!

Scheitern bedeutet eine Annäherung an die Wahrheit, Scheitern bedeutet, mit voller Wucht zu lernen. Schnell, auf eine vielleicht sogar schmerzhafte Weise.

Um aus dem Scheitern zu lernen, muss man das Scheitern überhaupt wahrnehmen. Selbstvertrauen und Mut in deinem Schaffen sind wichtig, doch sie sollten deiner kritischen Reflexion nicht im Weg stehen: Ist es wirklich richtig, was und wie ich es tue? So früh du dich das fragst und Mut hast zu erkennen, dass dein Weg nicht der optimale Weg ist, desto besser. Je weniger Geld und Zeit du in dein Vorhaben gesteckt hast, desto besser – und desto größer ist deine Motivation, deinen Kurs zu korrigieren und deine Vision weiter zu verfolgen.

2. Sei selbstkritisch, aber nimm’s nicht persönlich!

Es leuchtet sicher ein: Das Businessvorhaben noch im Businessplan zu ändern oder nach der Startphase zu erkennen, dass es anders besser laufen könnte, ist weniger schmerzvoll als jahrelang in die falsche Richtung zu laufen. Den Studiengang nach den ersten Semester zu wechseln ist weniger schmerzvoll als am Ende.

Es gehört ein gewisses Maß an Kritikfähigkeit dazu. Habe keine Angst davor, dir einzugestehen, dass der gewünschte Erfolg ausbleibt. Dein Produkt wird nicht gekauft, niemand bucht dich oder das Bild gefällt dir nicht? Nicht schlimm!

Nimm das Ausbleiben von Erfolg nicht persönlich, aber schreibe es einem Fehler im Prozess zu. Irgendetwas läuft noch nicht richtig. Das sollte nichts an deinem Selbstvertrauen ändern, aber auf die Sicht der Dinge.

Frage um Rat: die Menschen, die dir bereits folgen, die dich kennen und die potentielle Kunden sind! Frag nicht deine Familie oder enge Freunde, ihnen fehlt meist der Abstand zu dir und deinem Vorhaben. (Hier erfährst du, wie wichtig es ist, die richtigen Leute um Rat zu fragen: Leichter Entscheidungen treffen).

3. Sieh’s positiv: Feiere dein Scheitern!

Lach doch einfach mal darüber, wenn du bemerkst, dass etwas nicht funktioniert. Es kommt natürlich immer auf die Schwere des Scheiterns an. Wenn du Geld in dein Projekt oder dein Business gesteckt hast, was jetzt dahin ist, ist das natürlich ein großer Verlust. Doch auch dann bekommst du nur neue Energie, wenn du die positive Seite betrachtest:

Was gewinnst du durch den Verlust? Welche Erkenntnis und welcher neue Weg ergeben sich? Im Verlust liegt dein Gewinn!

Im Design Thinking wird jedes Scheitern gefeiert, weil man weiß, was nicht funktioniert und damit den Kreis um den wahren Kern immer enger zieht. Bis man des Pudels Kern findet, brauchen auch Startups mehrere Anläufe, Korrekturen, Verbesserungen – bis sie geboren sind. Und wenn sie dann öffentlich gehen und für uns sichtbar sind, vollziehen sie in der Regel noch mindestens einen Pivot. Pivot bedeutet Kurswechsel. Für Außenstehende sind diese Kurswechsel gar nicht unbedingt sichtbar, bringen das Startup aber näher an die Zielgruppe, im besten Fall kann das Startup mit diesem Mindset flexibel agieren, wenn Veränderungen es dazu zwingen.

Wer keine Angst vorm Scheitern hat, kann viel flexibler auf Veränderungen im Außen reagieren.

Das gilt übrigens nicht nur für Startups. Du bist selbstständig tätig, willst ein eigenes kreatives Projekt an den Start bringen oder hast es bereits, oder du bist in einem kreativen Job tätig – dann kennst du das bestimmt.

Seit ich mit vollzeitfrei online bin, habe auch ich einige kleine Korrekturen an meinem Konzept vorgenommen. Denn: Wie konnte ich vorher wissen, was du von mir erwartest, was du von mir brauchst? In meinem stillen kreativen Kämmerlein, wo die Idee zu Vollzeitfrei geboren ist, habe ich rein aus der Ich-Perspektive gehandelt. Aus dem wertvollen Feedback meiner Leser habe ich viel für mich rausziehen können.

4. Und wenn du doch mal Angst vor dem Scheitern hast (das ist normal!), dann lies dir diese Mutmacher durch:

Stresse dich nicht, wenn du im Prozess zurückgeworfen wirst. Und wenn doch, schreibe dir folgende Überzeugungen von mir auf, lege sie in dein Notizbuch und hole sie raus, wenn es dir schwer fällt, an deinen Erfolg zu glauben.

Scheitern ist gut, denn:

  1. Es fällt deiner Zielgruppe wahrscheinlich gar nicht auf
  2. Du und dein Projekt/Business muss nicht perfekt sein – niemand ist perfekt und niemand erwartet ein perfektes Event, ein perfektes Werk oder ein perfektes Geschäftsmodell. Niemand will ein perfektes Vorbild. Nur du allein machst dir den Druck. Zeige dich menschlich – also auch mal fehlbar, aber immer bereit zu lernen und dich zu verbessern.
  3. Gib‘ die Verantwortung für die richtige Lösung aus der Hand: Hole dir Rat und Hilfe bei Menschen, die erfolgreich sind in dem, was sie tun oder bitte deine Zielgruppe gezielt um Feedback. Dann nehmen deine Leser, Kunden oder Klienten mit eigenen Vorschlägen Einfluss auf dein Projekt und freuen sich darüber. Das ist Gold wert!
  4. Scheitern macht Spass, weil du daran wächst. Und wer will nicht an seinen Aufgaben wachsen und besser werden? Alle wollen das!

+ Hier stelle ich dir 3 Startups vor, die gescheitert sind – kommentiert von ihren Gründern. So erfährst du, was du besser machen kannst: Was du von 3 gescheiterten Startups lernen kannst

Ich wünsche dir nun viel Spaß beim Machen und keine Angst vor dem Scheitern. Wirklich gescheitert bist du erst, wenn du nichts ins Tun kommst. Ich wünsche dir eine erfolgreiche kreativen Zeit, dein vollzeitfrei, deine Isabell!

 

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